Start Beamte Pauschale Beihilfe Berlin

Pauschale Beihilfe in Berlin. Die Entscheidung, die du nur einmal triffst.

Als Berliner Landesbeamter kannst du wählen: private Krankenversicherung mit Beihilfe oder gesetzliche Krankenversicherung mit pauschaler Beihilfe. Seit dem 1. Oktober 2026 gelten dafür neue Regeln und eine feste Frist. Wir zeigen dir, was sich geändert hat und welcher Weg zu dir passt.

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Was ist die pauschale Beihilfe?

Ein fester Zuschuss zu deinem Krankenversicherungsbeitrag statt Beihilfe zu jeder einzelnen Rechnung.

Normalerweise erstattet dir das Land über die individuelle Beihilfe einen Anteil jeder Arzt- und Krankenhausrechnung, den Rest versicherst du privat. Mit der pauschalen Beihilfe zahlt Berlin dir stattdessen jeden Monat die Hälfte deines Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung, ähnlich wie ein Arbeitgeber bei Angestellten.

Individuelle BeihilfePauschale Beihilfe
KrankenversicherungPKV für den Restanteilmeist freiwillige GKV
Das zahlt das Land50 % jeder Rechnung (70 % ab zwei Kindern und im Ruhestand)die Hälfte des GKV-Beitrags
Chefarzt, Zweibettzimmerin Berlin nicht beihilfefähig, nur über eine private Zusatzversicherung
Später wechselnAntrag auf Pauschale möglich, solange die Frist läuftkein Zurück

Bist du privat vollversichert und beantragst die Pauschale, zahlt Berlin höchstens die Hälfte des Beitrags im PKV-Basistarif. Für fast alle Beamten ist die Pauschale deshalb nur in Verbindung mit der GKV interessant.

Das hat sich am 1. Oktober 2026 geändert.

Die Regeln stehen jetzt in einem eigenen § 76a im Landesbeamtengesetz. Für dich zählt vor allem die neue Frist.

  • Fünf Monate Zeit: Der Antrag muss innerhalb einer Ausschlussfrist von fünf Monaten ab Beginn deiner Beihilfeberechtigung gestellt werden, in der Regel ab dem Tag der Verbeamtung.
  • Rückwirkend: Stellst du den Antrag innerhalb der Frist, zahlt das Land rückwirkend ab dem ersten Tag. Du verlierst also kein Geld, wenn du dir ein paar Wochen Zeit für die Entscheidung nimmst.
  • Schriftlich: Der Antrag geht schriftlich an das Landesverwaltungsamt Berlin. Nachweise wie die Höhe deines Kassenbeitrags kannst du nachreichen.
  • Übergang für Bestandsbeamte: Begann deine Beihilfeberechtigung vor dem 1. Oktober 2026, kannst du den Antrag noch bis zum 30. September 2027 stellen. Gezahlt wird dann ab dem 1. Oktober 2026.

Unverändert bleibt das Wichtigste: Die Entscheidung ist unwiderruflich. Sie gilt für dich und deine berücksichtigungsfähigen Angehörigen, und sie gilt auch im Ruhestand.

Welcher Weg passt zu dir?

Es gibt keine richtige Antwort für alle. Aber es gibt typische Situationen.

Meist PKV mit Beihilfe

Du bist jung und gesund, Single oder ihr seid beide berufstätig. Dann ist die PKV mit Beihilfe in der Regel deutlich günstiger als die GKV und leistet mehr. Im Ruhestand steigt deine Beihilfe auf 70 Prozent, dein privater Anteil sinkt.

Oft GKV mit Pauschale

Du hast erhebliche Vorerkrankungen, bei denen die PKV teuer würde oder Leistungen ausschließt. Oder ihr plant mehrere Kinder und ein Partner hat kein eigenes Einkommen. In der GKV sind Kinder und Partner dann beitragsfrei mitversichert.

Anwärter und Referendare

Auch als Beamter auf Widerruf kannst du die Pauschale wählen. Sie endet aber mit der Ausbildung. Bei der Ernennung auf Probe entscheidest du neu, und dann gilt die Wahl für immer.

Die teuersten Fehler bei dieser Entscheidung.

Weil es kein Zurück gibt, wiegen Fehler hier besonders schwer.

  • Nur den Beitrag im ersten Jahr verglichen, nicht die Kosten bis zur Pension.
  • Familienplanung vergessen: Kinder und ein Partner ohne Einkommen verändern die Rechnung komplett.
  • Die Frist verpasst. Nach fünf Monaten ist die Tür zu, dann bleibt es bei der individuellen Beihilfe.
  • Übersehen, dass Chefarzt und Zweibettzimmer in Berlin in beiden Varianten privat versichert werden müssen.
  • Als Anwärter die Pauschale gewählt und bei der Ernennung auf Probe nicht neu entschieden.

Unser Ansatz.

Wir rechnen beide Wege für deine Situation durch, nicht für einen Durchschnittsbeamten.

Wir sitzen in Berlin und beraten täglich Berliner Landesbeamte. Im Gespräch schauen wir auf deinen Status, deine Gesundheit, deine Familienplanung und deine Besoldung. Dann legen wir PKV mit Beihilfe und GKV mit pauschaler Beihilfe nebeneinander, heute, in zehn Jahren und im Ruhestand.

Wir beraten dich zu beiden Wegen, auch zur gesetzlichen Kasse. Am Ende zählt nur, was für dich über die ganze Laufbahn besser ist. Mehr zu den Grundlagen findest du in unserem Ratgeber PKV & Beihilfe für Beamte.

Häufige Fragen zur pauschalen Beihilfe in Berlin

Wie hoch ist die pauschale Beihilfe in Berlin?

Das Land zahlt die Hälfte deines Beitrags zur freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung. Bist du privat vollversichert, gibt es höchstens die Hälfte des Beitrags im Basistarif. Die Pauschale ersetzt die Beihilfe zu einzelnen Rechnungen vollständig.

Bis wann muss ich den Antrag stellen?

Seit dem 1. Oktober 2026 innerhalb einer Ausschlussfrist von fünf Monaten ab Beginn deiner Beihilfeberechtigung, in der Regel ab dem Tag der Verbeamtung. Stellst du den Antrag rechtzeitig, wird die Pauschale rückwirkend ab dem ersten Tag gezahlt. Der Antrag muss schriftlich beim Landesverwaltungsamt Berlin eingehen, Nachweise wie die Beitragshöhe kannst du nachreichen.

Ich bin schon länger Beamter. Kann ich noch wechseln?

Ja, wenn deine Beihilfeberechtigung schon vor dem 1. Oktober 2026 begonnen hat, gilt eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2027. Die Pauschale wird dann ab dem 1. Oktober 2026 gezahlt. Ob sich ein Wechsel nach Jahren in der PKV noch lohnt, muss man genau prüfen, denn Alterungsrückstellungen und Gesundheitszustand spielen eine große Rolle.

Kann ich später zurück in die normale Beihilfe?

Nein. Der Verzicht auf die individuelle Beihilfe ist unwiderruflich. Er gilt auch für deine berücksichtigungsfähigen Angehörigen und im Ruhestand. Genau deshalb sollte die Entscheidung nicht nach dem Beitrag im ersten Dienstjahr fallen.

Was gilt für Anwärter und Referendare?

Auch Beamte auf Widerruf können die pauschale Beihilfe beantragen. Sie endet aber mit dem Beamtenverhältnis auf Widerruf. Bei der Ernennung zum Beamten auf Probe entscheidest du neu und musst, wenn du dabei bleiben willst, einen neuen Antrag stellen.

Zahlt die Berliner Beihilfe Chefarzt und Zweibettzimmer?

Nein. In Berlin sind Wahlleistungen im Krankenhaus von der Beihilfe ausgeschlossen. Wer sie haben möchte, muss sie zu 100 Prozent privat versichern. Das gilt unabhängig davon, ob du dich für die individuelle oder die pauschale Beihilfe entscheidest.

Für wen lohnt sich die pauschale Beihilfe?

Typischerweise für Beamte mit erheblichen Vorerkrankungen, bei denen die PKV teuer würde oder Leistungen ausschließt, und für Familien mit mehreren Kindern und einem Partner ohne eigenes Einkommen, weil die Familienversicherung in der GKV beitragsfrei ist. Für junge, gesunde Beamte ist die PKV mit Beihilfe meist günstiger und leistungsstärker. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, deshalb rechnen wir das gemeinsam durch.

Okan Ertas

Geprüft von Okan Ertas, Versicherungskaufmann (IHK) und unabhängiger Versicherungsmakler in Berlin, spezialisiert auf Beamte. Stand: November 2026. Rechtsgrundlage: §§ 76, 76a und 110 Landesbeamtengesetz Berlin in der ab 1. Oktober 2026 geltenden Fassung. Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle Beratung.

Lass uns beide Wege einmal sauber durchrechnen.

Die Frist läuft ab deiner Verbeamtung. Schreib uns rechtzeitig, dann rechnen wir PKV und pauschale Beihilfe für deine Situation durch, bis zur Pension. Kostenlos und unverbindlich.